Donnerstag, 30. Mai 2013

11. TAG An der Ostsee

Die Stadt Lübeck war eine Enttäuschung. Viele alten Bauten sind verhüllt und der Rest ist wie die Kärntnerstraße, alte Teile und neue protzige Einkaufstempel und Banken. In der Altstadt sind noch alle Geschäfte geschlossen und so fahre ich gern weiter. Ich hätte ja gern ein Mitbringsel für Martha besorgt, aber leider, leider. Bald nach Lübeck komme ich an die Ostsee. Ein Traum mit dem Rad hier zu sein und die Strandhäusen in natura zu sehen. Das Wetter ist perfekt. Ich fahre gemütlich der Strandpromenade entlang. Ein Nobelhotel nach dem anderen. Unter 5 Sternen fast nix zu sehen. Urlauber "rennen" wie die Kühe auf dem Radweg und ich bin bald etwas genervt. Ich bin froh, als es etwas ruhiger wird. Am Mittag mache ich am am Strand eine Pause, schreibe für nicht PC-Besitzer Ansichtskarten und ziehe endlich wieder die kurze Hose und das Shirt an. Nach einer halben Stunde ziehe ich allerdings die Ventojacke wieder an. Der Wind bläst kräftig und kühl. Für Hebi: es ist wie in Holland, nur kann ich nicht in deinem Winschatten fahren. SCHADE! Das auf und ab ist auch heute nicht von schlechten Eltern. Auch der Hintern ist heute das erste Mal beleidigt. Bis jetzt habe ich nichts gespürt. Ich bin auf jeden Fall froh, nicht mein Mountainbike gesattelt zu haben. Es ist deutlich entspannter mit dem Tourenrad. Jetzt weiß ich auch, warum Hebi immer seine Resi bevorzugt hat. Auf der Strecke werden immer wieder Erdbeeren angeboten. Irgendwann kann ich nicht mehr widerstehen, aber sie sind vom Geschmack leider nicht wirklich gut. Ich esse sie in meine Enttäuschung bei einer Strassenkreuzug, auf der mir ein Strassenschild anzeigt: bis Puttgarden noch über 40km. Das ist nur schwer zu schaffen. Deshalb entscheide ich in Großenbrode zu übernachten und Dänemark auf morgen zu verschieben. Ich finde nach 5 mal anklopfen eine nettes Privatzimmer mit einer lieben alten Dame als Vermieterin. Jetzt sitze ich an der Strandpromenade und schreibe diesen Post bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Ich freue mich auf Dänemark und morgen wird es klappen. Die Fähre wartet sicher nur auf mich. Liebe Grüße aus dem sicherlich wärmeren Norden. Günter.

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